Homöopathie in der Medizin

Homöopathie, Schulmedizin und Komplementärmedizin: Integrative Medizin – was ist das?

In einem Vortrag auf einem europäischen Kongress hat der Kölner Hämatologe, Krebsforscher und Universitätsmediziner Volker Diehl die integrative Medizin als Verbindung aus Schulmedizin, Homöopathie und Komplementärmedizin mit großer Symbolik beschrieben: Seiner Einschätzung nach handelt es sich dabei um eine Heilkunst, die Leiden nicht abstrahiert, sondern den Patienten ihr individuelles Gesicht zurückgebe, die den Kranken lehre, zu schwimmen und nicht versuche, einen Ertrinkenden einfach nur zu retten. Eine Behandlungsmethode, die nicht nur frage, ob der Patient noch am Leben sei, sondern wie dieses Leben aussehe. Diehl forderte, Brücken zu bauen zwischen der Rationalität der Schulmedizin und der Komplementärmedizin. Der Mediziner sah es auf dem Kongress geradezu als geboten an, die nachweislich wirksamen Erkenntnisse der Erfahrungsmedizin im Praxisalltag zu nutzen. In seinem Vortrag forderte der Facharzt, die alternative Heilkunst solle substantieller Teil der Krebsmedizin von morgen werden.

Mit Homöopathie gegen Antibiotikaresistenzen

Homöopathie als Teil einer Strategie gegen Resistenzen

Vertreterinnen des BPI fordern Einsatz von bestehenden Therapien wie Homöopathie Zwei hochrangige Vertreterinnen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) fordern in einem Positionspapier beim Kampf gegen Antibiotikaresistenzen die Einbeziehung von Homöopathika, pflanzlichen Arzneimitteln, Anthroposophika und mikrobiologischen Arzneimitteln. Es geht dabei um die Behandlung von Infekten und die Vorbeugung von Erkrankungen. Biologin Dr. Nicole Armbrüster leitet…

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Homöopathie kann unterstützen

Homöopathie statt Multimedikation?

Multimedikation bei älteren Patienten ist schlecht erforscht – kann Homöopathie unterstützen? Homöopathie und Multimedikation – wie hängt das zusammen? Dem Leiter des Instituts für klinische Pharmakologie der Medizinischen Fakultät Mannheim an der Universität Heidelberg zufolge, haben Menschen im Alter von 80 Jahren im Durchschnitt etwas mehr als drei Diagnosen. Viele müssen, Prof. Dr. med. Martin…

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Ärztin eröffnet Praxis für Homöopathie

Anästhesistin wechselt zur Homöopathie

Neustart mit 55: Oberärztin der Herzchirurgie widmet sich hauptberuflich der Homöopathie Sie bezeichnet sich selbst als Homöopathin aus Leidenschaft. Die Anästhesistin Dr. Angela Lehmann hat im Alter von 55 Jahren einen beruflichen Neustart gewagt und eine Praxis für Homöopathie eröffnet. In einem Artikel in der Ärzte Zeitung schildert sie dazu ihre Motivationslage. Seit 1995 war…

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Homöopathie: Im Einsatz gegen multiresistente Keime

Studie: Weniger Antibiotika mit Homöopathie

Ärzte, die komplementär mit Homöopathie behandeln, verordnen weniger Antibiotika Eine Schweizer Studie zeigt: Ärzte mit Ausbildung in komplementären Methoden wie der Homöopathie verschreiben weniger Antibiotika als ihre schulmedizinischen Kollegen. Der Schweizer Dachverband Komplementärmedizin (Dakomed) will die Erkenntnisse im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen nutzen. Neue Zahlen aus der Schweiz verdeutlichen: Ärzte, die auch alternative Heilmethoden anwenden, verschreiben…

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Forschung unterstützt komplementär-medizinischen Verfahren

Förderung für Arbeitskreise zur Homöopathie

Carstens-Stiftung unterstützt die Bildung von universitären AKs und Wahlfächern zur Homöopathie Die Karl und Veronica Carstens-Stiftung treibt die universitäre Verankerung von Naturheilkunde und Homöopathie voran. Sie fördert vor diesem Hintergrund die Einrichtung von acht Arbeitskreisen und Wahlpflichtfächern. Konkret unterstützt werden Reisekosten und Dozentenhonorare Kosten von Fachliteratur und Software. Derzeit werden Arbeitskreise in den Städten Oldenburg,…

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Homöopathische Therapie

Homöopathie in der Medizin wird nachgefragt

Patienten machen die Wahl der Krankenkasse auch von Leistungen für Homöopathie abhängig Bieten Krankenkassen in Deutschland das an, was von Versicherten nachgefragt wird? Nehmen sie Rücksicht auf das, was sich Versicherte von ihrer Krankenkasse wünschen? Das Deutsche Finanz-Service-Institut (DFSI) geht regelmäßig diesen Fragen nach. Die jüngste Evaluation zeigte: Die Homöopathie steigt in der Beliebtheit der…

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Homöopathie als selbstverständlicher Teil der integrativen Medizin

Integrative Medizin – dieser Begriff steht für die in vielen Arztpraxen bereits ganz alltägliche Verbindung von Schulmedizin und Komplementärmedizin wie der Homöopathie. Unter bestimmten Voraussetzungen finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine integrative Behandlung, zum Beispiel mit homöopathischen Arzneien.

In der Forschung beschäftigen sich Wissenschaftler im Kontext der integrativen Medizin mit zentralen Fragen: Worauf zum Beispiel basiert die Wirkung pflanzlicher Präparate, wie sie ergänzend bei der Krebstherapie eingesetzt werden können? Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Krankheiten wie rheumatoide Arthritis? Was leistet Akupunktur bei Stress und Schmerzen? Dazu hat sich unter anderem in Baden-Württemberg ein Forschungsnetzwerk der Universitätskliniken Heidelberg, Tübingen, Ulm und Freiburg gegründet. Ziel des „Akademischen Zentrums für Komplementäre und Integrative Medizin“ (AZKIM) ist es, die Versorgung der Patienten im Hinblick auf die Integrative Medizin zu verbessern und konventionelle Therapien mit wissenschaftlich fundierten Ansätzen aus der Naturheilkunde und der Komplementärmedizin zu unterstützen.

An der Uniklinik Freiburg gibt es seit 2008 das Uni-Zentrum Naturheilkunde, das jährlich rund 5000 Beratungen durchführt. Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen, dazu gehören Morbus Crohn, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis oder weitere Autoimmunerkrankungen, Asthma und Neurodermitis, Fibromyalgie, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Tumorerkrankungen, aber auch funktionelle Störungen wie Reizdarm, werden hier von speziell in der Komplementärmedizin ausgebildeten Fachärzten behandelt. Einen Lehrstuhl für Naturheilkunde und integrative Medizin gibt es unter anderem seit 2004 an der Universität in Essen. Diese Forschungseinrichtung kooperiert mit der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin und der zugehörigen Ambulanz für Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Traditionelle Indische Medizin (TIM) an den Kliniken in Essen. Kooperationen gibt es zudem im Bereich der Onkologie und Senologie sowie mit dem interdisziplinären Brustzentrum, der Klinik für Gynäkologie und der gynäkologischen Onkologie. In ihrem Fortbildungsangebot setzt der Lehrstuhl in Essen einen Schwerpunkt auf folgende Fragen: Wie können Patienten motiviert werden, an ihrem Heilungsprozess mitzuarbeiten? Wie lassen sich durch Naturheilverfahren Nebenwirkungen minimieren und mehr Lebensqualität erreichen?

Auch in der Klinik der Berliner Charité verstehen die Ärzte die integrative Medizin als Brückenschlag zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin. Hier gibt es eine Hochschulambulanz für Naturheilkunde, in der mit wissenschaftlichen Methoden Schulmedizin und etablierte Verfahren wie Naturheilkunde, TCM und Homöopathie kombiniert werden. Ziel ist, eine umfassende und individuelle Medizin als Forschungsgegenstand zu etablieren und dabei die ganz auf den Patienten ausgerichtete, beste Therapieform zu finden. Außerdem sollen so Nebenwirkungen reduziert werden. Über die Ergebnisse ihrer Arbeit berichtet die Hochschulambulanz der Charité regelmäßig in internationalen medizinischen Fachzeitschriften. Wichtig sind den Berliner Ärzten das Gespräch und die Beziehung zwischen Arzt und Patient, eine vor allem nebenwirkungsarme Therapie und die Sensibilisierung der Patienten für einen Therapieansatz, der auf die Selbstheilungskräfte setzt. Dabei wenden sie unter anderem Homöopathie bei vielfältigen Symptomen an: In speziellen Sprechstunden richten sie sich an Patienten mit typischen Beschwerden in Folge des Älterwerdens, an Menschen mit ungewollter Kinderlosigkeit, an Personen mit Stress-Symptomen oder Schlaflosigkeit, Übergewicht, Arthrose, Krebserkrankungen und Problemen mit Bluthochdruck. Die Berliner Ärzte stehen auch zur Verfügung, wenn sich Patienten eine Zweitmeinung zu integrativen Therapien wünschen.

Einen Forschungsschwerpunkt setzte das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité dabei auf die Homöopathie-Forschung. Die Ergebnisse dieser Forschung zeigen, dass Patienten in der ambulanten Versorgung von der Behandlung mit Homöopathie profitieren. Die Mediziner kommen zu dem Ergebnis: Sie lässt sich gut mit konventionellen Therapien kombinieren.

Die Homöopathie als Bereicherung für die Medizin mit ganzheitlichem Ansatz

Therapievielfalt im Gesundheitswesen ist gefragt: Die Initiative in Bezug auf eine Behandlung mit Homöopathie geht häufig von den Patienten selbst aus. Immer wieder berichten niedergelassene Ärzte, dass sie von Patienten nach natürlichen Behandlungsangeboten gefragt werden. In vielen Praxen sind folglich die Homöopathie und Naturheilverfahren ein integrierter Bestandteil der fachärztlichen Behandlung geworden. Dabei ersetzen die naturheilkundlichen Behandlungsangebote nicht die herkömmliche, konventionelle Vorgehensweise. Vielmehr werden die beiden Therapieformen auf einander abgestimmt, dort, wo sie sich sinnvoll und im Sinne des Patienten miteinander vereinbaren lassen.

Für eine wachsende Zahl an Medizinern gehört die Homöopathie zur ärztlichen Medizin. Im besten Fall ergänzen sich homöopathische und konventionelle Therapien, die beide ihre Möglichkeiten und auch ihre Grenzen haben. Schon allein deshalb sollten beide Ansätze nicht miteinander konkurrieren. Homöopathie ist darauf ausgerichtet, körpereigene Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Deshalb ist die Homöopathie für die heutige Medizin eine Bereicherung.

Der ganzheitliche Ansatz der Homöopathie ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Homöopathie einer großen Beliebtheit erfreut. Repräsentative Meinungsumfragen belegen regelmäßig den hohen Stellenwert der homöopathischen Therapie. Bei der Homöopathie steht der Mensch mit seiner individuellen Krankheitsgeschichte im Mittelpunkt. Der behandelnde Arzt muss neben einer hohen medizinischen und homöopathischen Kompetenz vor allem auch über ausreichend Zeit verfügen, um seinen Patienten mit seinen Beschwerden verstehen zu können.

Jeder Mensch ist anders. Patienten profitieren davon, wenn der Therapeut aus einer möglichst großen Bandbreite an Therapien die individuell beste Behandlung auswählen kann. Homöopathische Arzneimittel in der Medizin bieten dem Arzt genau dieses breite Therapieangebot.