Homöopathie in der Medizin

Homöopathie, Schulmedizin und Komplementärmedizin: Integrative Medizin – was ist das?

In einem Vortrag auf einem europäischen Kongress hat der Kölner Hämatologe, Krebsforscher und Universitätsmediziner Volker Diehl die integrative Medizin als Verbindung aus Schulmedizin, Homöopathie und Komplementärmedizin mit großer Symbolik beschrieben: Seiner Einschätzung nach handelt es sich dabei um eine Heilkunst, die Leiden nicht abstrahiert, sondern den Patienten ihr individuelles Gesicht zurückgebe, die den Kranken lehre, zu schwimmen und nicht versuche, einen Ertrinkenden einfach nur zu retten. Eine Behandlungsmethode, die nicht nur frage, ob der Patient noch am Leben sei, sondern wie dieses Leben aussehe. Diehl forderte, Brücken zu bauen zwischen der Rationalität der Schulmedizin und der Komplementärmedizin. Der Mediziner sah es auf dem Kongress geradezu als geboten an, die nachweislich wirksamen Erkenntnisse der Erfahrungsmedizin im Praxisalltag zu nutzen. In seinem Vortrag forderte der Facharzt, die alternative Heilkunst solle substantieller Teil der Krebsmedizin von morgen werden.

Homöopathie aus der Apotheke

Fachberatung zur Homöopathie steht an erster Stelle

Warum eine gute Beratung in Apotheken zur Homöopathie wichtig ist Soll die Apothekenpflicht für homöopathische Medikamente wegfallen? Der Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbands Fritz Becker spricht sich klar dagegen aus. Vor dem Hintergrund einer aktuellen Diskussion über homöopathische Arzneimittel in Apotheken plädieren immer mehr Apotheker für einen Verbleib von homöopathischen Arzneien in Apotheken aus. Denn eine…

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Homöopathie aus der Apotheke

Homöopathie: Mehr Umsatz in Apotheken

Apotheken setzten im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr mit Homöopathika um Homöopathie ist für viele Patienten weiterhin eine gute Behandlungsalternative. Das zeigen aktuelle Zahlen zum Umsatz mit homöopathischen Arzneimitteln im Vergleich der ersten Halbjahre 2017 und 2018. Daten des Marktforschungsunternehmens IQVIA belegen, dass der Umsatz von rund 321 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017…

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Homöopathie bei Tumorpatienten

Forschung zur Homöopathie – was bringt ein neuer Lehrstuhl?

Tübinger Lehrstuhl für Komplementärmedizin wie Homöopathie setzt neuen Forschungsschwerpunkt An der Universität Tübingen wird ein Lehrstuhl für Komplementärmedizin eingerichtet. Das hat das baden-württembergische Landeskabinett beschlossen. Worum geht es dabei? Der Lehrstuhl soll alternative Heilmethoden wissenschaftlich untersuchen. Dazu gehören Naturheilverfahren wie die Homöopathie. Zudem soll er prüfen, wie sie die konventionelle Therapie sinnvoll ergänzen können. Es…

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Homöopathie in den Nachbarländern

Homöopathie nur beim Arzt?

Österreich will alternative Heilmethoden wie Homöopathie in der Definition des Arztberufs verankern Die Regierung in Österreich stellt die Weichen für mehr Patientensicherheit und eine Professionalisierung von Naturheilkunde und Homöopathie im Gesundheitswesen. So sieht es ein derzeit zur Beratung anstehender Gesetzentwurf vor. Danach soll Alternativmedizin künftig die Sache von Ärzten sein. Das Berufsbild des Arztes soll…

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Homöopathie bei chronischen Erkrankungen

Homöopathie in der Intensivmedizin

Internist und Intensivmediziner über das Potential von Homöopathie in der Intensivmedizin Prof. Dr. med. Michael Frass ist Internist und internistischer Intensivmediziner. Er arbeitet an der Klinik für Innere Medizin I am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Zudem leitet er die Wiener Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“. In einem Interview mit dem Internetblog „Homöopathie natürlich“ schildert…

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Patienten wünschen sich beides: Komplementärmedizin und Homöopathie

Mehr ärztliche Fortbildung in Naturheilkunde / Homöopathie

Mediziner kommen dem Patientenwunsch nach integrativer Medizin zunehmend nach In Deutschland gibt es etwa 60.000 Ärzte, die neben Schulmedizin auch Naturheilkunde, Regulationsmedizin und Homöopathie anwenden. Das teilt der Zentralverband für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin (ZAEN) mit. Der Verband geht davon aus, dass sich der Widerspruch zwischen Naturheilkunde und konventioneller Medizin in der ärztlichen Praxis immer weiter…

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Homöopathie als selbstverständlicher Teil der integrativen Medizin

Integrative Medizin – dieser Begriff steht für die in vielen Arztpraxen bereits ganz alltägliche Verbindung von Schulmedizin und Komplementärmedizin wie der Homöopathie. Unter bestimmten Voraussetzungen finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine integrative Behandlung, zum Beispiel mit homöopathischen Arzneien.

In der Forschung beschäftigen sich Wissenschaftler im Kontext der integrativen Medizin mit zentralen Fragen: Worauf zum Beispiel basiert die Wirkung pflanzlicher Präparate, wie sie ergänzend bei der Krebstherapie eingesetzt werden können? Welchen Einfluss hat die Ernährung auf Krankheiten wie rheumatoide Arthritis? Was leistet Akupunktur bei Stress und Schmerzen? Dazu hat sich unter anderem in Baden-Württemberg ein Forschungsnetzwerk der Universitätskliniken Heidelberg, Tübingen, Ulm und Freiburg gegründet. Ziel des „Akademischen Zentrums für Komplementäre und Integrative Medizin“ (AZKIM) ist es, die Versorgung der Patienten im Hinblick auf die Integrative Medizin zu verbessern und konventionelle Therapien mit wissenschaftlich fundierten Ansätzen aus der Naturheilkunde und der Komplementärmedizin zu unterstützen.

An der Uniklinik Freiburg gibt es seit 2008 das Uni-Zentrum Naturheilkunde, das jährlich rund 5000 Beratungen durchführt. Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen, dazu gehören Morbus Crohn, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis oder weitere Autoimmunerkrankungen, Asthma und Neurodermitis, Fibromyalgie, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Tumorerkrankungen, aber auch funktionelle Störungen wie Reizdarm, werden hier von speziell in der Komplementärmedizin ausgebildeten Fachärzten behandelt. Einen Lehrstuhl für Naturheilkunde und integrative Medizin gibt es unter anderem seit 2004 an der Universität in Essen. Diese Forschungseinrichtung kooperiert mit der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin und der zugehörigen Ambulanz für Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Traditionelle Indische Medizin (TIM) an den Kliniken in Essen. Kooperationen gibt es zudem im Bereich der Onkologie und Senologie sowie mit dem interdisziplinären Brustzentrum, der Klinik für Gynäkologie und der gynäkologischen Onkologie. In ihrem Fortbildungsangebot setzt der Lehrstuhl in Essen einen Schwerpunkt auf folgende Fragen: Wie können Patienten motiviert werden, an ihrem Heilungsprozess mitzuarbeiten? Wie lassen sich durch Naturheilverfahren Nebenwirkungen minimieren und mehr Lebensqualität erreichen?

Auch in der Klinik der Berliner Charité verstehen die Ärzte die integrative Medizin als Brückenschlag zwischen Schulmedizin und Komplementärmedizin. Hier gibt es eine Hochschulambulanz für Naturheilkunde, in der mit wissenschaftlichen Methoden Schulmedizin und etablierte Verfahren wie Naturheilkunde, TCM und Homöopathie kombiniert werden. Ziel ist, eine umfassende und individuelle Medizin als Forschungsgegenstand zu etablieren und dabei die ganz auf den Patienten ausgerichtete, beste Therapieform zu finden. Außerdem sollen so Nebenwirkungen reduziert werden. Über die Ergebnisse ihrer Arbeit berichtet die Hochschulambulanz der Charité regelmäßig in internationalen medizinischen Fachzeitschriften. Wichtig sind den Berliner Ärzten das Gespräch und die Beziehung zwischen Arzt und Patient, eine vor allem nebenwirkungsarme Therapie und die Sensibilisierung der Patienten für einen Therapieansatz, der auf die Selbstheilungskräfte setzt. Dabei wenden sie unter anderem Homöopathie bei vielfältigen Symptomen an: In speziellen Sprechstunden richten sie sich an Patienten mit typischen Beschwerden in Folge des Älterwerdens, an Menschen mit ungewollter Kinderlosigkeit, an Personen mit Stress-Symptomen oder Schlaflosigkeit, Übergewicht, Arthrose, Krebserkrankungen und Problemen mit Bluthochdruck. Die Berliner Ärzte stehen auch zur Verfügung, wenn sich Patienten eine Zweitmeinung zu integrativen Therapien wünschen.

Einen Forschungsschwerpunkt setzte das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité dabei auf die Homöopathie-Forschung. Die Ergebnisse dieser Forschung zeigen, dass Patienten in der ambulanten Versorgung von der Behandlung mit Homöopathie profitieren. Die Mediziner kommen zu dem Ergebnis: Sie lässt sich gut mit konventionellen Therapien kombinieren.

Die Homöopathie als Bereicherung für die Medizin mit ganzheitlichem Ansatz

Therapievielfalt im Gesundheitswesen ist gefragt: Die Initiative in Bezug auf eine Behandlung mit Homöopathie geht häufig von den Patienten selbst aus. Immer wieder berichten niedergelassene Ärzte, dass sie von Patienten nach natürlichen Behandlungsangeboten gefragt werden. In vielen Praxen sind folglich die Homöopathie und Naturheilverfahren ein integrierter Bestandteil der fachärztlichen Behandlung geworden. Dabei ersetzen die naturheilkundlichen Behandlungsangebote nicht die herkömmliche, konventionelle Vorgehensweise. Vielmehr werden die beiden Therapieformen auf einander abgestimmt, dort, wo sie sich sinnvoll und im Sinne des Patienten miteinander vereinbaren lassen.

Für eine wachsende Zahl an Medizinern gehört die Homöopathie zur ärztlichen Medizin. Im besten Fall ergänzen sich homöopathische und konventionelle Therapien, die beide ihre Möglichkeiten und auch ihre Grenzen haben. Schon allein deshalb sollten beide Ansätze nicht miteinander konkurrieren. Homöopathie ist darauf ausgerichtet, körpereigene Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Ihre Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Deshalb ist die Homöopathie für die heutige Medizin eine Bereicherung.

Der ganzheitliche Ansatz der Homöopathie ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Homöopathie einer großen Beliebtheit erfreut. Repräsentative Meinungsumfragen belegen regelmäßig den hohen Stellenwert der homöopathischen Therapie. Bei der Homöopathie steht der Mensch mit seiner individuellen Krankheitsgeschichte im Mittelpunkt. Der behandelnde Arzt muss neben einer hohen medizinischen und homöopathischen Kompetenz vor allem auch über ausreichend Zeit verfügen, um seinen Patienten mit seinen Beschwerden verstehen zu können.

Jeder Mensch ist anders. Patienten profitieren davon, wenn der Therapeut aus einer möglichst großen Bandbreite an Therapien die individuell beste Behandlung auswählen kann. Homöopathische Arzneimittel in der Medizin bieten dem Arzt genau dieses breite Therapieangebot.